Nahe beieinander - Tod und Leben
Habitatbäume sind definiert als lebende oder tote Bäume, die kleine und kleinste Lebensräume für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten beherbergen. Diese ökologischen Nischen können sein:
- Baumhöhlen
- Rindentaschen
- große Totholzäste
- Epiphyten
- Risse
- Spalten
- Rindenverletzungen
- Stammfäule
Für die natürliche Pflanzen- und Tierwelt relevante Bäume oder Höhlenbäume beherbergen Tiere wie Spechte und andere Höhlenbrüter. Für die Artenvielfalt sind Habitatbäume im Wald von aller größter Bedeutung, da sie zahlreichen stark gefährdeten, spezialisierten Pflanzen- und Tier-Arten Unterschlupf oder Lebensgrundlage bieten. Schätzungsweise ein Viertel dieser waldtypischen Pflanzen- und Tierarten sind auf Totholz und Habitatbäume angewiesen oder hängen von deren Existenz ab. Und solche Lebensräume müssen in Hinblick auf die Biodiversität dringend erhalten bleiben.
Um eindeutige Aussagen hinsichtlich der Biodiversität treffen und entsprechend Maßnahmen ergreifen zu können, dient die Kartierung der Baummikrohabitate. Auch mit einem solchen Projekt war ich betraut und konnte meinen Erfahrungsschatz entsprechend erweitern.
Das Einsatzgebiet lag im südlichen Schwarzwald und umfasste ca. 40 festgelegte Untersuchungsareale. Dokumentiert werden mussten Mikrohabitate nach den oben tabellarisch aufgeführten Merkmalen - eine spannende Aufgabe.
Folgen Sie auch den nachfolgenden Links um mehr über das Erkennen und die Kartierung von Habitatbäumen zu erfahren.